Blu-Ray nun in XL
Noch haben sich die Blu-Ray-Discs bei uns nicht etabliert. Die Verkaufszahlen von DVDs sind weiterhin höher als die des fortschrittlicheren Formats. Dennoch wurde nun bereits ein Nachfolger für die Blu-Ray-Disc (BD) entwickelt, die BDXL.
Bisher nur in Japan
Sharp, Sony und Panasonic handeln bereits mit BDXL-Rohlingen. Der Verkauf konzentriert sich derzeit auf Japan, aber auch der europäische Markt wird bereits ins Visier genommen. Ob diese Entwicklung finanziell profitabel ist, muss sich zeigen. Zweifel sind berechtigt, denn auch die DVD ist noch nicht von den Blu-Ray-Discs abgelöst worden. Die Verkaufszahlen steigen zwar, jedoch erscheint die Einführung eines neuen Formats, für das erneut ein besserer Player benötigt wird, als verfrüht. Immerhin werden BDXL-Player nach unten kompatibel sein, so dass sich aktuell gängige Formate weiterhin damit abspielen lassen. BDXL-Rohlinge sind derzeit noch so teuer und zudem nur einmal beschreibbar, dass sich eine Verbreitung der neuen Scheiben und zugehöriger Brenner in Privathaushalten stark bezweifeln lässt. Inwiefern die Unterhaltungsindustrie Filme, Serien und ähnliche Inhalte später lieber auf wenigen BDXL-Discs als auf vielen DVDs veröffentlicht, ist fraglich. Hier richtet man sich eher nach der Nachfrage durch den Privatkunden.
BDXL geeignet für Firmenkunden
Die Hersteller sehen ein Interesse für BDXL auch noch eher bei Firmenkunden. Mit einer Speicherkapazität von 128 Gigabyte lassen sich auf einer solchen Scheibe mehr als doppelt so viele Daten speichern als auf einer Blu-Ray-Disc. Firmen, die hohe Datenmengen zu archivieren haben, werden daher eher Interesse für das neue Format haben, ob dadurch dann aber genug Geld in die Taschen der Hersteller begibt, dass sich das Format auch wirklich lohnt, ist noch nicht absehbar. Auf Dauer wird auch BDXL und zugehörige Geräte günstiger werden, so dass man sich eigentlich nur fragen muss, ob vor der Kostensenkung nicht schon das nächste, bessere Format auf den Markt kommen wird.