Deutsche ersetzen Fernseher immer schneller
Ein guter DVD- oder Blu-ray-Player ist wertlos, wenn man nicht über einen Fernseher verfügt, der die Bilder in hoher Qualität wiedergeben kann. Auch wenn man über den besten Blu-ray-Player verfügt, wird dieser in Verbindung mit einem alten Röhrenfernseher nur enttäuschende Resultate liefern. Das scheinen auch die Verbraucher weltweit erkannt zu haben, denn sie ersetzen ihre Geräte schneller als je zuvor.
Früher waren Fernseher teuer und man überlegte sich genau, ob man sich ein solches Gerät kaufte oder nicht. War es einmal angeschafft, behielt man es in der Regel für viele Jahre im Haushalt und ließ es im Falle eines Defekts häufig sogar reparieren. Diese Zeiten gehören der Vergangenheit an. Kaum ein Verbraucher würde noch auf die Idee kommen, seinen alten Fernseher zum Fachmann zu bringen und ihn dort wieder zum Laufen bringen zu lassen. Viel zu günstig sind LCD TVs inzwischen geworden, der Austausch der Geräte erfolgt immer öfter.
Rekordzahlen beim Absatz
Auch wer schon über einen Flachbildfernseher verfügt, neigt dazu, diesen öfter auszutauschen als früher. In der Vergangenheit leisteten sich die Verbraucher rund um den Globus im Schnitt alle 10 bis 15 Jahre ein neues Gerät. Dies hat sich nun deutlich gewandelt und der Zeitraum, nachdem ein neuer Fernseher angeschafft wird, hat sich deutlich verringert. Das lässt sich auch an Zahlen für Deutschland festmachen. Seit mehreren Jahren verbucht der Handel immer wieder neue Rekordzahlen, was den Absatz von LCD TVs und anderen Hightech-Geräten betrifft. Während 2008 nur knapp 18 Prozent der deutschen Haushalte einen neuen Fernseher kauften, waren es 2009 bereits gut 21 Prozent und 2010 fast ein Viertel aller Haushalte.
Weg mit der Röhre
Häufigster Grund für den Kauf eines neuen Fernsehers war der Umstieg von einem alten Röhrenfernseher auf einen neuen Flachbildschirm. 14 Prozent der Käufer gaben dies als Grund an. Auch der Umstieg auf einen HD-Fernseher war häufig für die Kaufentscheidung mitverantwortlich. 12 Prozent der Verbraucher wollten so von der neuen Bildqualität profitieren, die zurzeit vor allem von Blu-ray-Playern ermöglicht wird. Auch die Größe der neuen Geräte spielt eine wichtige Rolle beim Kauf. Viele Verbraucher erwarben aus diesem Grund einen Fernseher. Neue Funktionen der Geräte spielten hingegen nur eine untergeordnete Rolle beim Kauf. Dies könnte sich in den nächsten Jahren aber ändern, wenn die Neigung zum Neukauf aufgrund von Sättigung nachlässt. Möglicherweise werden die Hersteller in diesem Fall verstärkt mit Innovationen werben, um die hohen Absatzzahlen halten zu können. Da aber überraschenderweise immer noch fast 50 Prozent der Geräte in Deutschland Röhrenfernseher sind, ist ein Ende des Trends aber vorerst noch nicht in Sicht.